TEXT + TANZ

Ich weiß gar nicht, wie das gehen soll, sich vereinigen TEXT+TANZ 2011

 

Die O-W Fragen

 Inspiriert von den sogenannten "W- Fragen", die Lee Strasberg als Hilfestellung zur Arbeit an fiktiven "Figuren" formulierte (Wer bin ich, Wo befinde ich mich, Was mache ich dort? und Was ist vorher geschehen) füge ich mit den "O-W Fragen" die Moglichkeit hinzu, für die Darsteller_in selbst, in seiner_ihrer realen Situation- der Darstellung/ des Spiels/ des Körpers auf einer Bühne-konkrete Handlungen und Pausen zu initiieren, zu inspirieren und zu definieren.

Ob, Wo, Wann, Wer, Wie, Was und Warum - diese Fragen werden an jede theatrale/performative Handlung gestellt und in beliebiger Reihenfolge, Genauigkeit und Vollstandigkeit bearbeitet.

Das hinzugefügte O – steht dabei für die wichtigste Frage überhaupt - Ob?

Ist eine Handlung im Moment überhaupt sinnvoll ? Ja oder Nein?

Wenn Ja- kann sich eine der W- Fragen anschließen: Was genau ist die Handlung, woraus besteht sie ? Wie genau, z.b. mit welchem Tempo,mit welcher Lautstärke,in welcher Qualität, führe ich diese aus? Wann genau findet die Handlung statt? Wo genau im Raum.? Wer ist der Adressat, die Adressatin ?

Warum findet die Handlung statt- Wozu dient die Handlung?
Besonders in Improvisationen konnen die "O-W Fragen" als wichtige Filter, Impulsgeber und Inspirationswerkzeuge dienen, um korperliche, raumliche und klanglich-sprachliche Handlungen in Raum, Zeit und Kontext zu definieren.
Die Aufmerksamkeit richtet sich durch die "O-W Fragen" sowohl auf die eigenen performativen Handlungen als auch auf die Komposition der raumlichen und zeitlichen Beziehungen zu den Anderen, also auf die Aspekte des Zusammenspiels.

 


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